Von Dirk Schneider
Foto: Julia und Josefine von der Wankendorfer Jugendwehr stürmen mit Wasserschlauch und Strahlrohr durch den Hindernisparcours zum Löschangriff.
Julia und Josefine von der Wankendorfer Jugendwehr stürmen mit Wasserschlauch und Strahlrohr durch den Hindernisparcours zum Löschangriff. Quelle: Dirk Schneider

Malente

Die Jugendwehr Wankendorf landete beim Landeswettbewerb der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren zwar auf dem vierten Platz, unterstrich mit einer sehr guten Leistung aber den Titel „bestes Nachwuchsteam im Kreis Plön“. Zwölf Jugendwehren kämpften am Sonnabend im Malenter Ernst-Rüdiger-Sportzentrum um den Wanderpokal des Innenministers und die Qualifikation für den Bundesentscheid.
Landessieger wurde die Amtswehr Steinbergkirche (Schleswig-Flensburg), die zusammen mit Vizemeister Dassendorf (Herzogtum Lauenburg) beim nationalen Wettbewerb in Xanten antreten werden.

Platz auf dem Treppchen war nahe

Mit etwas Glück hätten die Wankendorfer, die als Plöner Kreismeister durchaus selbstbewusst anreisten, auch einen Platz auf dem Treppchen erringen können. So fehlten mit 1398 Punkten nur sieben Punkte auf die Drittplatzierten aus Schwarzenbeck. (Platz eins und zwei erreichten 1420 und 1417 Punkte).
„Das heißt, dass beispielweise nur ein falsch gebundener Knoten und ein paar Sekunden den Unterschied ausgemacht haben“, zeigte sich Wankendorf Jugendwart Sven Ihrens mehr als zufrieden mit dem guten Ergebnis seiner Truppe, die damit ein großes Potenzial für die Zukunft unter Beweis gestellt habe. „Mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren ist unsere Mannschaft noch sehr jung, die meisten Mitglieder sind jetzt hochmotiviert, in zwei Jahren noch einmal anzutreten“, sagt Ihrens. „Auf diese tolle Stimmung und Leistung kann man aufbauen.“

Die Lütjenburger Wehr landete am Ende des Wettkampftages auf dem achten Rang. „Angesichts von landesweit rund 450 Jugendwehren ist das ein schöner Erfolg“, sagte Jugendwart Marco Bötel. Von den Laufzeiten her habe man sogar im Spitzenfeld gelegen. „Doch leider geht es nicht nur nach der Stoppuhr“, so Bötel. „Wir haben ein paar schusselige Fehler gemacht, die wohl der Aufregung geschuldet waren.“
Und am Ende seien es nun mal die Folge dieser kleinen Unaufmerksamkeit und damit die Summe der Punktabzüge gewesen, die den Unterschied ausgemacht hätten. Wobei das schon ein Klagen auf hohem Niveau sei, so Bötel.

Gastgeber landete auf dem fünften Platz

Als dritter Teilnehmer aus dem Kreis Plön sicherte sich die Jugendwehr aus Schönkirchen einen Platz unter Schleswig-Holsteins Top Ten. Die Gastgeber aus Malente-Gremsmühlen wurden Fünfte, die Jugendgruppe der Wehr Benz-Nüchel Zwölfte.
Angetreten waren zwölf Jugendfeuerwehren, die sich in Vorausscheidungen für die Teilnahme an dem bundeseinheitlich geregelten Wettbewerb qualifiziert hatten. Dabei müssen neun Jugendliche pro Gruppe in einem feuerwehrtechnischen Teil einen Löschangriff durch einen Hindernisparcours absolvieren. Nach dem Sprung über einen imaginären Wassergraben bildeten sich drei Zweierteams, die jeweils eine Schlauchstrecke von einem zentralen Verteilungsknoten aufbauen mussten. Im Weg standen dabei eine Hürde, eine Sprossenwand und ein Tunnel, die übersprungen, überklettert oder durchkrochen werden mussten. Nach dem Ablauf der Befehlskette mit „Wasser marsch“ und „Wasser halt“ mussten zum Abschluss der Übung noch vier Spezialknoten gebunden werden.
Der 400-Meter-Staffellauf war ebenfalls mit feuerwehrtypischen Aufgaben gespickt. So mussten die Staffelläufer bei ihrer Stadionrunde einen 15 Meter langen Schlauch einrollen, die Schutzausrüstung mit Einsatzgurt, Helm und Handschuhen anlegen oder ein gekoppeltes Strahlrohr mit doppeltem Ankerstich und halbem Schlag für den Transport einbinden.